
- Glossar
- |
- IM+C Warenwirtschaftsglossar Buchstabe "C"
Warenwirtschaftsglossar
- C-Gang (Konkurrenz-Gang)
-
Mitbewerberbeobachtung bezogen auf Werbung (Anzeigen, Prospekte), Ladengestaltung, Sortiment und Preis mit dem Ziel, die Entwicklungen am Standort frühzeitig zu erkennen, um darauf reagieren zu können.
- CAD
-
Abk. für Computer Aided Design: In der Textilindustrie das computergestützte Design von Kollektionsentwürfen bis zu produktionsreifen Dokumenten, die an die Produktion des Lieferanten weitergegeben werden. Mit CAD können sowohl zweidimensionale Zeichnungen als auch dreidimensionale Modelle kreiert werden. Zusätzliche Einsatzgebiete sind Filialgestaltung und -einrichtung.
- Carrier
-
Übernimmt gewerbsmäßig die Beförderung von Gütern oder Passagieren. Ist somit jede natürliche oder juristische Person, mit der oder in deren Namen ein Beförderungsvertrag mit einem Reisenden oder einem Versender abgeschlossen wird. Im Luftverkehr umfaßt der Begriff Carrier den Luftbeförderer oder Luftfrachtführer, welcher den Flugschein bzw. den Luftfrachtbrief herausgibt, sowie alle Luftbeförderer, die es übernehmen, den Fluggast und dessen Gepäck bzw. eine Luftfrachtsendung aufgrund des Vertrages zu befördern, oder sonstige Dienste übernehmen, die mit der Luftbeförderung in Beziehung stehen (z.B. Lagerung eines Gutes am Bestimmungsflughafen). Carrier sind im diesen Sinne in erster Linie die jeweiligen an der Beförderung beteiligten Fluggesellschaften. Ein Fluggesellschaft muss aber nicht immer als Carrier auftreten: Stellt sie z.B. einen Flugschein oder Luftfrachtbrief aus, der ausschließlich eine Beförderung auf Strecken anderer Luftbeförderer vorsieht, handelt sie lediglich als Agent. Umgekehrt muss es sich bei einem Carrier nicht zwangsläufig um eine Fluggesellschaft handeln: Im Sammelladungsverkehr nähmlich ist es eine Spedition, die mit ihren Kunden im eigenen Namen Beförderungsverträge abschließt und den Sammelladungsverkehr in eigener Rechnung durchführt. Sie werden als vertragliche Luftfrachtführer (contracting carrier bzw. indirect carrier) im Unterschied zur Fluggesellschaft bezeichnet, die für den Transport ihrer Sendungen eigene Flugzeuge einsetzt und bei dieser Konstellation die Rolle des ausführenden Luftfrachtführers (actual carrier bzw. operating carrier) einnimmt.
- Case Tagging
-
Verwendung von RFID-Transpondern auf Umverpackungen und Verpackungen (z.B. Kartons). Siehe auch Unit Tagging, Item Tagging.
- Cash & Carry
-
Betriebsform des Großhandels, bei der die Kunden nach dem Prinzip der Selbstbedienung die gewünschten Produkte in einem Markt selbst zusammenstellen, bezahlen und abtransportieren. Das Leistungsangebot steht ausschließlich gewerblichen Kunden und institutionellen Großverbrauchern, wie z.B. Krankenhäusern, zur Verfügung.
- Category Management
-
Ursprünglich substantieller Teil der ECR-Philosophie. Steht für die ganzheitliche Planung und Steuerung von Warengruppen (Categories) als strategische Geschäftseinheiten. Heute insbesondere als Organisationsform vertikal ausgerichteter Prozessketten definiert: Der Category Manager ist im Rahmen seiner Category für die gesamte warenwirtschaftliche Kette vom Lieferantenmanagement über Sortimentsplanung, Produktentwicklung/Design, Beschaffung, Best- / Slowsellermanagement bis zum Flächenmanagement verantwortlich.
- CCG
- CDP
-
Abkürzung für „Cross Docking Punkt”. Ist eine Umschlagsplattform, an der im Rahmen des Cross Docking-Konzeptes Waren z.B. direkt vom Lieferanten auslastungsoptimiert und bereits vorkommissioniert ankommen. Diese Waren werden von dort aus an die endgültigen Empfänger (z.B. Filialen) weitergeleitet.
- CEPS
-
Abkürzung für „Common Electronic Purse Specifications”. Elektronische Geldbörsen sind kleine Programme, die auf einer Smart-Card - z.B. Eurocheck-Karte mit Chip - ablaufen und mit denen sich Geldbeträge auf Chipkarten speichern lassen. Man kann damit telefonieren und im Internet sowie in entsprechend ausgerüsteten Geschäften einkaufen. Viele Unternehmen setzen auf die neue Zahlungsform. Zum Beispiel plant Microsoft ein Betriebssystem für Smart Cards. Bislang konnten sich die elektronischen Geldbörsen jedoch nicht durchsetzen, weil ein gemeinsamer Standard für die konkurrierenden Geldinstitute fehlte. Seit Mastercard seine Unterstützung für die Visa-Spezifikation CEPS zugesagt hat, ist ein weltweiter Standard in greifbare Nähe gerückt.
- CFR - cost and freight
-
„Kosten und Fracht” bedeutet, daß der Verkäufer die Kosten und Fracht zu tragen hat, um die von ihm freigemachte Ware zum benannten Bestimmungshafen zu befördern. Der Käufer übernimmt jedoch die Verantwortung nachdem die Ware an Bord ist. Siehe auch Incoterms.
- Change Management (MOC)
-
Technik zur Identifizierung, Aufhebung und/oder Reduzierung von Blockaden und Widerständen in Veränderungsprozessen. Change Management (auch Management of Change oder MOC) heißt daher, Veränderungsprozesse auf Unternehmens- und persönlicher Ebene proaktiv zu planen, zu initiieren, zu realisieren und zu stabilisieren. Das Spektrum der Veränderungsinhalte reicht dabei von der strategischen Ausrichtung bis zur Durchführung von Maßnahmen auf Mitarbeiterebene.
- Chaotische Lagerung
-
Artikel bzw. Lagereinheiten werden keinem vordefinierten Lagerplatz zugeteilt.
- Charge
-
Teilmenge eines Artikels, die bestandsmäßig von anderen Teilmengen des Artikels getrennt geführt wird. Sie werden bei Artikeln verwandt, die aufgrund des Herstellungsprozesses jedesmal leicht unterschiedliche Merkmale besitzen. Typische Chargen-Artikel sind Keramikfliessen, Teppichböden, Lebensmittel mit unterschiedlichen Haltbarkeitsdaten etc..
- Chefinformation
-
Standard-Report in Warenwirtschaftssystemen, i.d.R. hochaggregierter Report auf Warengruppen-Ebene und Unternehmen-Total.
- CIES
-
Abkürzung für „Comité International des Entreprises a Sucursales” (Internationales Komitee der Filialunternehmen). In diesem Managementforum des Lebensmittelhandels sind 400 der weltweit bedeutendsten Einzelhandels-Unternehmen und Lebensmittel-Produzenten organisiert. Das Netzwerk berät über wichtige Zukunftstrends und strategische Weichenstellungen in der Ernährungswirtschaft.
- CIF - cost, insurance, freight
-
„Kosten, Versicherung, Fracht” bedeutet, daß der Verkäufer die Kosten und Fracht zu tragen hat, um die von ihm freigemachte Ware zum benannten Bestimmungshafen zu befördern. Der Käufer übernimmt jedoch die Verantwortung nachdem die Ware an Bord ist. Gleichzeitig hat der Verkäufer eine Seetransportversicherung gegen das vom Käufer zu tragende Risiko abzuschließen. Gilt nur für See- und Binnenschifftransporte. Siehe auch CFR, Incoterms.
- CIP - carriage and insurance paid
-
„Frachtfrei versichert” bedeutet, daß der Verkäufer die Kosten und Fracht zu tragen hat, um die von ihm freigemachte Ware zum benannten Bestimmungshafen zu befördern. Der Käufer übernimmt jedoch die Verantwortung nachdem die Ware an Bord ist. Gleichzeitig hat der Verkäufer eine Seetranportversicherung gegen das vom Käufer zu tragende Risiko abzuschließen. Gilt für jede Transportart. Siehe auch CFR, CIF, Incoterms.
- Class 1 Standard
-
Der Auto-ID-Class 1 Standard beschreibt, in welcher Form welche Dateninhalte auf dem EPC-Transponder hinterlegt werden können und wie die (De-) Kodierung der Informationen erfolgt. Um sicherzustellen, dass RFID-Etiketten verschiedener Hersteller überall problemlos gelesen werden können, wurde im Dezember 2004 ein neuer Standard verabschiedet, der EPC Class 1 Version 2, kurz: Gen 2. Mit Gen 2 wird erstmalig ein global einheitliches Protokoll zur Verfügung gestellt.
- Commitments
-
Abnahmezusagen an Lieferanten, die noch nicht/nicht vollständig abgerufen wurden, vergleichbar mit Blockaufträgen. Siehe auch Auftragsmanagement.
- Computer Aided Quality Assurance (CAQ)
-
Unter dem Begriff werden alle Funktionen der Qualitätssicherung zusammengefasst, die computeruntergestützt ablaufen. Die Einsatzbereiche heutiger CAQ-Systeme umfassen bisher i.d.R. die Bereiche Fertigungs- und Prüfvorbereitung, Beschaffung, Fertigung und Prüfung der Bauteile.
- Concession
-
Kooperationsform, bei der wesentliche Sortimentsbestandteile von Fremdpartnern bewirtschaftet werden im Sinne von Budget- und Sortimentsplanung, Beschaffung und Warensteuerung. Üblicherweise setzen Concessionnehmer auch Ladenbau- und Visual Merchandisingkonzepte verantwortlich um. Die Steuerung des Verkaufspersonals liegt i.d.R. beim Concessiongeber. Der Umsatz geht vollständig an den Concessiongeber, der dem -nehmer für dessen Leistungen eine Concessionfee (in % vom Umsatz) bezahlt.
- Connecting Fashion Business
-
Mit der Initiative „Connecting Fashion Business” haben die GS1 Germany und die IM+C AG eine Plattform geschaffen, um Anforderungen von Industrie und Handel an eine bessere Zusammenarbeit zu identifizieren und umzusetzen.
- Content
-
Informationsinhalte auf einer Webseite. Im Rahmen eines Online-Shops versteht man unter „content” die Informationen, die über die reinen Produktinformationen hinausgehen.
- Continuous Replenishment
-
Bezeichnet die automatische, computergestützte Nachbestellung von Basis- (Never-out-of-Stock) Artikeln. Siehe auch Continuous Replenishment Programs.
- Continuous Replenishment Programs
-
Programm zur kontinuierlichen Bestandsauffüllung. Ein Programm, welches Aktivitäten und Verantwortlichkeiten zwischen Handel und Hersteller beschreibt, um eine kontinuierliche Wiederauffüllung der Lager beim Verteiler sicherzustellen.
- Controlling
-
Controlling ist ein funktionsübergreifendes Steuerungsinstrument, das den unternehmerischen Entscheidungs- und Steuerungsprozess durch zielgerichtete Informationsverarbeitung unterstützt. Controlling sollte nicht mit einer vergangenheitsbezogenen Kontrolle verwechselt werden, sondern ist vielmehr gegenwarts- und zukunftsbezogen.
- Convenience Store
-
Kompaktes Ladengeschäft zur Deckung des kurzfristgen Bedarfs, zeichnet sich zumeist durch lange Öffnungszeiten sowie günstige Erreichbarkeit aus. Siehe auch Format.
- Cover
-
engl. für Bestandsreichweite, z.B. weeks cover. Siehe auch Lagerreichweite, Reichweite.
- CPFR
-
Abk. für „Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment”. Weiterentwicklung des Quick Response- bzw. ECR-Konzeptes unter besonderer Berücksichtigung des Internets, wobei Plan- und Steuerungsdaten in standardisierter Form über das Web übertragen werden. Siehe auch Supply Chain Management.
- CPT - carriage paid
-
„Frachtfrei” bedeutet, daß der Verkäufer die freigemachte Ware dem von ihm benannten und bezahlten Frachtführer liefert. Der Käufer trägt alle Kosten und Gefahren, die nach erfolgter Lieferung auftreten. Siehe auch Incoterms.
- CRM
-
Abk. für Customer Relationship-Management. CRM ist die Pflege von Kundenbeziehungen mittels einer Softwarelösung, die alle Geschäftsvorgänge und Informationen eines Kunden erfasst (z.B. die Analyse aller Kauftransaktionen eines Kunden, darauf basierend der Versand von Spezialkatalogen).
- Cross Docking
-
Prozess der logistischen Kette, bei dem die Anlieferung der Ware an dem Cross Docking Punkt (CDP) und die Auslieferung an den Empfänger zeitlich und/ oder mengenmäßig so koordiniert wird, dass Einlagerungsprozesse und die dazu gehörigen Aktivitäten eines typischen Bestandslagers entfallen.

