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  • IM+C Warenwirtschaftsglossar Buchstabe "E"

Warenwirtschaftsglossar

E-Commerce

Im Electronic Commerce (deutsch: Elektronischer Handel) können bestimmte, ein Rechtsgeschäft begründende Transaktionen elektronisch unter Verwendung eines computergestützten Netzwerks (insbesondere des Internets) erfolgen. Im E-Commerce wird nicht nur das Angebot elektronisch offeriert, sondern auch die Bestellung bzw. die Inanspruchnahme elektronisch ausgeführt.

EAI

Abk. für „Enterprise Application Integration”: Systeme, die Daten aus mehreren operativen Systemen extrahieren und an andere interne oder externe operative und/oder Auswertungssysteme übergeben. Siehe auch MIS, Decision Support System.

EAN

Abk. für Europäische Artikelnummer C. 8- bzw. 13-stellige weltweit eindeutige NICHT-sprechende Auszeichnungsnummer, die entlang der gesamten Versorgungskette vom Lieferanten zum Endkunden als Verweis-Referenz auf die jeweiligen internen Nummernsysteme dient und somit unternehmensübergreifend für die Kommunikation und Steuerung des Warenflusses genutzt werden kann. Siehe auch CCG, Identnummer.

EAN International

Abk. für „European Article Numbering International”. Vorgängerorganisation der GS1. Ziel ist die Schaffung globaler, unternehmensübergreifender Standards.

EAN-Verprobung

Bei der EAN-Verprobung wird überprüft, ob eine EAN bereits im Stammdatensystem vorhanden ist.

EANCOM

Aus dem EDIFACT-Standard abgeleitete und für den Einzelhandel optimierte Formate für die elektronische Geschäftsabwicklung zwischen Lieferanten und Einzelhändlern. Neben der Beschaffung unterstützt EANCOM auch ECR (Efficient Consumer Response) durch die Möglichkeit, filial- und lagergenaue Abverkaufs- und Bestandsdaten an Top-Lieferanten zu übermitteln und somit deren Kapazitätsplanung und Bevorratung für schnelldrehende Artikel zu unterstützen. Die häufigst genutzten EANCOM- Nachrichten sind: PRICAT (Katalog mit Preisliste), ORDERS (Bestellung), DESADV (Liefermeldung), INVOIC (Rechnung), SLSRPT (Abverkaufsdatenbericht). Siehe auch CCG, EDI, EDI-Konverter.

Eckpreise

Markanter Verkaufspreis, den ein Kunde als Schwellenwert im Kopf hat.

ECR

Abk. für „Efficient Consumer Response”, wörtlich „Effiziente Antwort auf die Konsumentenbedürfnisse”. Im Fokus des klassischen ECR-Modells steht die Effizienzsteigerung (Efficient ...) des Warenflusses über die gesamte Wertschöpfungskette von den Vorstufen über Hersteller bis zum Händler hinweg - dies immer unter Berücksichtigung der Kundenwünsche ( ... Consumer Response!). Eine entscheidende Rolle spielt dabei der lückenlose Informationsfluss von den Filialen der beteiligten Händler zurück in die zentralen Systeme des Handels und von dort in die der Hersteller. Ziel von ECR ist es, flexibler, schneller und gezielter auf Änderungen der Kundennachfrage reagieren zu können. ECR (wie auch Quick Response) basieren auf den Werkzeugen der Supply Chain- und Category Management-Prozesse.

EDI

Abkürzung für „Electronic Data Interchange”. EDI ist der elektro­nische Austausch strukturierter Daten zwischen den Anwendungssystemen verschiedener Geschäftspartner (auch elektronischer Geschäftsverkehr). Durch EDI können Geschäftsprozesse beschleunigt, qualitativ verbessert und Kosten (z.B. in Verwaltung und Logistik) gesenkt werden. Siehe auch AVIS, CCG, EDIFACT, EANCOM.

EDI-Konverter

Ein EDI-Konverter sorgt dafür, dass die Systeme auf Seiten des Einzelhändlers empfangene EDI-Nachrichten einlesen können (z.B. PRICAT, DESADV, INVOIC) und in der Lage sind, Systemdateien in EDI-Daten umzuwandeln (z.B. ORDERS, SLSRPT). Da diese Konverter immer an die Datenstruktur der internen Systeme anzupassen sind, bieten Einzelhändler, Lieferanten und Business-Portale heute oftmals auch WEB-EDI an. WEB-EDI ermöglicht bei sporadischen Geschäftsbeziehungen zwischen Händler und Lieferant, dass die Nachrichten nur in ein WEB-Formular manuell eingegeben werden müssen und dann beim Empfänger über die vorhandenen EDI-Konverter automatisch in die Operativsysteme übernommen werden können. Siehe auch CCG, EDI, EDIFACT, EANCOM.

EDIFACT

Abk. für „Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport”, steht für branchenindividuelle, elektronische Auftragsabwicklungen zwischen Geschäftspartnern. In Anlehnung an die EDIFACT-Formate entstand unter Federführung des CCG EANCOM als einzelhandelsspezifische Ableitung. Mit den wichtigsten EDI-Nachrichten können erhebliche Einsparungen an Geld und Zeit im Geschäftsverkehr zwischen Lieferanten und Einzelhändlern erzielt werden.

EDIFURN

Ein im Rahmen des elektronischen Datenaustausches definiertes EDIFACT Subset für die Möbelindustrie.

EEPROM

Abk. für „Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory”. Die Speichereinheit der RFID Tags, die EEPROM verwenden, kann individuell gelöscht und wieder programmiert werden. Der Code kann nach der Speicherung auf dem Tag zwar wieder gelöscht, jedoch nicht mehr verändert werden. RFID Tags mit EEPROM sind zwar teurer, bieten jedoch mehr Flexibilität als nicht wiederbeschreibbare RFID Tags.

Efficient Assortment

Eine Methode des ECR Ansatzes, beschäftigt sich mit der Optimierung der Filialsortimente. Durch Vermeidung doppelter Arbeitsschritte soll die Prozesseffizienz und gleichzeitig die Effektivität durch Erhöhung der Auswahl für den Kunden gesteigert werden.

Efficient Consumer Response

Siehe ECR.

Efficient Product Introduction

Eine Methode des ECR Ansatzes, beschäftigt sich mit der effizienten Markteinführung neuer Produkte.

Efficient Promotions

Eine Methode des ECR Ansatzes, beschäftigt sich mit der effizienten Bewerbung von Produkten, meist in Kooperation von Lieferanten und Einzelhändlern.

Efficient Replenishment

Eine Methode des ECR Ansatzes, beschäftigt sich mit der effizienten Wiederbeschaffung von Produkten (eine der Quellen für Supply Chain Management Konzepte) = regelmäßige kurzfristige Belieferung mit wiederbeschaffbarer Ware.

EFTA

„European Free Trade Association”. Wirtschaftszone umfasst die Länder Island, Norwegen, Schweiz. Siehe auch Wirtschaftszonen.

EG-Konformitätserklärung

Schriftliche Erklärung eines Herstellers bzw. eines Importeurs, welche die Einhaltung der relevanten EU-Richtlinien dokumentiert. Die Einhaltung der relevanten EU-Richtlinien ist Voraussetzung für das Inverkehrbringen von Erzeugnissen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft. Diese Erzeugnisse sind mit einer CE-Kennzeichnung zu versehen. Die Konformitätserklärung ist mit rechtsverbindlicher Unterschrift auf Verlangen den Überwachungsbehörden auszuhändigen.

Eigenmarke

Geschützte Marke einer Handelsorganisation. Handelsunternehmen, die bestimmte Artikel unter bestimmten unverkennbaren äußeren Kennzeichen vertreiben, kreieren damit eine Handelsmarke. Äußeres Kennzeichen kann ein Name, ein Bildzeichen, eine Kombination von beidem und/oder eine spezielle Verpackungsgestaltung in Form und Farbe sein. Damit wird das Handelsunternehmen selbst zum Markeninhaber. Häufig wird auch der Begriff Handelsmarke als Synonym für Eigenmarken verwendet. Aus Handelssicht sind Eigenmarken ein Mittel, um sich vom Wettbewerb zu differenzieren und zugleich die eigene Handelsspanne zu verbessern.

Einkaufsplanung

Kernprozess der Wertschöpfungskette des Handels. Besteht aus den Teilprozessen Filialplanung, Limitplanung, Sortimentsplanung, Shoppingliste und Verteilplanung. Enge Schnittstelle zur Unternehmensplanung.

Einlagerung

Einlagerung fasst sowohl alle datentechnischen als auch operativen Vorgänge zu einem Begriff zusammen, die vom Eintreffen einer Ladeeinheit bis zur Ablage auf einem Lagerplatz ablaufen.

Einstandspreis

Einkaufspreis minus Nachlässe plus Bezugskosten.

Einwegchips

Einwegchips oder -tags sind nicht wieder beschreibbar. Nach der Nutzung werden sie entsorgt oder verbleiben beim Abverkauf an der Ware.

EK

Abkürzung für Einkaufspreis.

Electronic Product Code

Siehe EPC.

Electronic shelf label

Elektronisches Regal Etikett. Technologische Weiterentwicklung des Papier-Regaletiketts. Per Datenfunk werden die Regaletiketten von zentralen Systemen gepflegt. Dadurch entfallen manueller Aufwand sowie Unstimmigkeiten zwischer Auszeichnungs- und Kassenpreis. Siehe auch PLU.

Endbestandsquote

Kennzahl zur Steuerung der Altwarenbestände: Gibt an, wie hoch der Bestand (in Stück oder Wert) am Ende einer Abverkaufsperiode (Saison, Monat) in Relation zum erzielten Umsatz (in Stück oder Wert) ist.

Enterprise Ressource Planning-System

Abkürzung, „ERP-System”. Steht für die Systemintegration der gesamten finanz- und warenwirtschaftlich orientierten Wertschöpfungskette eines Unternehmens. ERP umfasst alle Teilprozesse von der strategischen und operationalen Planung über Herstellung, Distribution bis zur Steuerung von Auftragsabwicklung und Bestandsmanagement.

EPC

Abk. für „Electronic Product Code”. Der EPC wurde vom Auto-ID Center entwickelt um eines Tages, in Kombination mit der RFID-Technologie Barcodes zu ersetzen. Der EPC besteht aus vier Datenblöcken zur Identifizierung der Version, des Herstellers, der Produktkategorie (SKU) und des individuellen Gegenstands.

EPC Discovery Services

Instrument für das Auffinden von EPC Information Services im Netz, ähnlich den Suchmaschinen im Internet.

EPC Global Manager Nummer

Im zweiten Block des Electronic Product Code steht der EPC-Manager. Dieser 7-stellige Code identifiziert das verantwortliche Unternehmen.

EPC Header

Der erste Block, der sogenannte Datenkopf, gibt Auskunft über die verwendete Version des EPC und darüber, welches EAN-Nummernident verschlüsselt ist.

EPC Manager

stellt die Kennzeichnungsnummer des Nummerngebers, z. B. des Herstellers dar.

EPC Security Services

Tool für einen sicheren Zugang zum EPCIS, in Abhängigkeit der erlaubten Zugangsrechte.

EPCglobal

Die EAN International und das Uniform Code Council, Inc. (heute GS1), gründeten im Jahre 2003 EPCglobal, Inc., eine Non-for-profit Organisation, die wirtschaftliche und technische Standards für das Electronic Product Code-Netzwerk entwickelt und einführt. Das EPC-Netzwerk basiert auf Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, die vom Auto-ID Center des Massachusetts Institute of Technology (MIT) angestoßen wurden.

EPCIS

Abk. für EPC Information Service. Dieser Teil des EPC-Netzwerks ermöglicht den Austausch von EPC-Daten durch die Anwender. Auf der EPCIS-Datenbank sind objektspezifische Informationen hinterlegt, welche durch den Adressservice ONS zugeordnet werden können.

Erlös-Minderung

Synonym für Abschriften, Schwund.

ERP

Abk. für „Enterprise Resource Planning”. Steht für die Systemintegration der gesamten finanz- und warenwirtschaftlich orientierten Wertschöpfungskette. Umfasst alle Teilprozesse von der strategischen und operationalen Planung über Herstellung, Distribution bis zur Steuerung von Auftragsabwicklung und Bestandsmanagement. Siehe auch Lieferantenanalyse, EDI, Bestsellermanagement, Category Management.

ERP-System
Europalette

Europaweit standardisierte Transportpalette mit den Maßen 1200 mm x 800 mm. Siehe auch Düsseldorfer Palette.

Exception Reporting

Prinzip der selektiven Aufbereitung von Kennzahlen bei großen Datenmengen mit dem Ziel der Aufwandsminderung für den Anwender: Es werden nur Kennzahlen aufgezeigt, die kritische Plan-/Ist-Abweichungen aufweisen und somit eine sofortige Entscheidung und Aktion erfordern. Siehe auch Alert-Mechanismus.

Extensible Markup Language

Siehe XML.

Extranet

Extranets sind eine Erweiterung der firmeninternen Intranets auf ans Netz angeschlossene Partner und Kunden. Ein solches Netz dient dazu, vorhandenen Kunden einen schnellen Zugang zu Services, Warenverzeichnissen, Preislisten oder andere Informationen zu ermöglichen.

Extrastat

Die EXTRASTAT (Extrahandelsstatistik)-Meldung für Importe und Exporte ist eine monatliche Meldung, die den EU-Behörden Statistiken über den Handel zwischen EU-Mitgliedsstaaten und Drittländern (z.B. Handel zwischen Italien und Brasilien) zur Verfügung stellt. Diese Meldung ermöglicht die Verfolgung von Waren, die aus der EU transferiert werden. Siehe auch Intrastat.

EXW - ex works

„Ab Werk” bedeutet, daß der Käufer alle Kosten und Gefahren, die mit dem Transport der Ware von dem Gelände des Verkäufers verbunden sind, zu tragen hat. Siehe auch Incoterms.