• Glossar
  • |
  • IM+C Warenwirtschaftsglossar Buchstabe "F"

Warenwirtschaftsglossar

Fabric Purchase Order

Englischer Begriff für einen Stoffauftrag, findet meist im modischen Bereich Verwendung.

Fachmarkt

Großflächiges Einzelhandelsgeschäft, das ein breites und oft auch tiefes Sortiment aus einem Warenbereich, einem Bedarfsbereich oder einem Zielgruppenbereich mit Schwerpunkt im unteren Preislagenbereich anbietet. Kennzeichnend für den Fachmarkt ist eine übersichtliche Warenpräsentation und ein großer Anteil an Selbstbedienungssortimenten.

Factory-Outlet-Center

Besondere Form des Einkaufszentrums, in dem Geschäfte angesiedelt sind, die jeweils nur eine Marke führen. FOCs werden in der Regel einheitlich geplant, finanziert, gebaut und gemanagt und entstehen meistens auf der grünen Wiese. In einem typischen FOC, wie es vor allem in den USA realisiert wird, finden sich beispielsweise Geschäfte aus den Branchen Mode/Textil, Lederwaren, Schuhe, Accessoires und Schmuck. Im Unterschied zum traditionellen Einzelhandel werden im FOC hauptsächlich Zweite-Wahl-Artikel, Produktionsüberhänge, Auslaufmodelle oder Musterkollektionen mit deutlichen Preisnachlässen angeboten.

Farben-Analyse

Standard Report in textilen Warenwirtschaftssystemen, i.d.R. Abverkaufs- und Bestandsinformationen nach Farben. Durch spezielle Methoden werden Modefarben und Farbfamilien sinnvoll verdichtet.

FAS - free alongside ship

„Frei Längsseite Schiff” bedeutet, dass der Verkäufer liefert, wenn die Ware längsseits des Schiffs im benannten Hafen gebracht ist. Der Käufer trägt alle Kosten und Gefahren des Verlusts oder der Beschädigung der Ware von diesem Zeitpunkt an. Siehe auch Incoterms.

Fat Client

Personal Computer, auf dem alle Applikationen lokal installiert sind. Siehe auch Thin Client.

FCA - free carrier

„Frei Frachtführer” bedeutet, dass der Verkäufer die zur Ausfuhr freigemachte Ware dem vom Käufer benannten Frachtführer am benannten Ort liefert. Siehe auch Incoterms.

Fehlmengenkosten

Aus Fehlmengen (in der Filiale bzw. für den Kunden nicht zur Verfügung stehende Ware) resultierende Kosten in Form von entgangenem Umsatz, Konventionalstrafen, Verringerung von Kundenaufträgen bzw. Kundenverlust.

Feinverteilung

Bezeichnet die Warenverteilung von einem Umschlagspunkt oder Regionallager zum Endverbraucher (Gegensatz: Grobverteilung).

Festplatzvergabe

Festplatzvergabe oder Fixplatzvergabe beschreibt eine feste Zuordnung zwischen Lagerplatz und einer Lagereinheit. Die Zuordnung kann durch Kriterien wie Artikel, Größe, Gewicht, Gefahrenklasse bestimmt sein.

FIFO

Abk. für „First in first out”. Wertermittlungsverfahren, das sich an der Verbrauchsfolge von Vorräten (first in, first out) orientiert. Für die Bewertung sind die Preise der letzten Einkäufe zugrunde zu legen. Siehe auch: HIFO, LIFO.

Filialgruppe

Element der warenwirtschaftlichen Modulplanung und -steuerung. Dabei werden ähnlich ausgeprägte Filialen (z.B. nach Größe, VKF, Standort, Region, Kundenstrukturen bzw. Zielkunden/Preislagen) gruppiert, um innerhalb der Gruppen auf homogenen Strukturen aufbauen zu können. Siehe auch Sortimentsplanung.

Filialgruppierung
Filiallogistik

Umfasst die Filialprozesse vom Wareneingang in der Filiale bis zur Einlagerung im Warenträger.

Filialplanung

Teilprozess der Einkaufsplanung: Umfasst die Planung der Filialumsätze auf Basis der zur Verfügung stehenden Verkaufsflächen und Warenträger. Das Ergebnis der einzelnen Filialplanungen fließt sowohl in die Limitplanungen des Einkaufs wie auch als Basis in die Filialgruppierungen für die Modulplanung.

Filialreporting

Waren- und finanzwirtschaftliche Auswertungen von Filialkennzahlen, wegen der Datenmengen meist nach dem Exception Prinzip. Ausgewertet werden neben den üblichen Performancezahlen z.B. Abverkaufsquoten, Flächen- und Personalproduktivitäten, LUG, Reichweite, GMROI.

Filialverteilung

Teilprozess der Einkaufsplanung. Auf Basis der Flächen- und Kapazitätsplanungen der Filialen werden systemseitig intelligente Vor-Verteilschlüssel gebildet und in den Open-to-Ship-Dateien abgelegt. Siehe auch Allokation.

Final Random Inspection

Überprüfung der produzierten Ware nach Beendigung der Produktion vor Verschiffung, entweder beim Lieferanten oder in einem Prüflager, die Prüfung erfolgt anhand einer Stichprobe, die auf Basis des festgelegten Aceptable Quality Level (AQL) gezogen und beurteilt wird.

Firewall

System, mit dessen Hilfe nicht autorisierte Zugriffe zu oder von internen Computernetzwerken verhindert werden.

First in first out

Siehe FIFO.

Flächenmanagement

Teilprozess der vertikalen Wertschöpfungskette, umfasst z.B. Flächenzuteilungen, Ladenbaukonzepte, Visual Merchandising. In vertikalen Konzepten liegt die Verantwortung für das Flächenmanagement im Aufgabenbereich des Category Managers (auch Brand Manager oder Division Manager), der auch für vorgelagerte Planungs-, Beschaffungs- und Steuerungsentscheidungen verantwortlich ist.

Flächenproduktivität

Umsatz (auch Rohertrag) pro Quadratmeter Verkaufsfläche, wird auch als Flächenleistung bezeichnet. Siehe auch Allokation.

Flagship-Store

Ein häufig bei vertikalen Unternehmen genutzter Begriff für besonders große und kompetente Filialen mit Vorzeige-/Imagefunktion.

Floating cashier

Begriff aus POS Systemen. Möglichkeit für das Kassierpersonal an verschiedenen Kassenplätzen mit dem gleichen Wechselgeld (Geldschublade) zu kassieren.

Floor-Ready Merchandise

Siehe FRM.

FOB - free on board

„Frei an Bord” bedeutet, dass der Verkäufer liefert, wenn die Ware die Schiffsreling in dem benannten Verschiffungshafen überschritten hat. Von diesem Zeitpunkt trägt der Käufer alle Kosten und Gefahren des Verlusts oder der Beschädigung der Ware. Siehe auch Incoterms.

FOC

Abk. für „Factory-Outlet-Center”.

Format

Das Format bestimmt die inhaltliche Ausprägung eines Betriebstyps (z.B. Sortimentsmix, Positionierung, Ladengestaltung, Marketingauftritt). Ein Betriebstyp tritt am Markt i.d.R. in mehreren Formaten auf.

Frachtführer

Nach dem Gesetz (§ 425 HGB) „wer es gewerbmäßig übernimmt, die Beförderung von Gütern zu Lande oder auf Flüssen oder auf sonstigen Binnengewässern auszuführen”, d.h., es handelt sich um Transportunternehmen, wie Lkw-Transportunternehmen, Binnenschifffahrtsreedereien und Eisenbahngesellschaften.

Franchise

Kooperationsform des Handels, bei der ein Unternehmen (Franchisegeber) Waren und/oder Know-how langfristig dem Franchisenehmer zum Vertrieb überlässt, die Marketingpolitik weitgehend selbst bestimmt und über signifikante Weisungs- und Kontrollrechte verfügt.

Fremdfertigung

Herstellung eigener Artikel durch Dritte.

Frequenz

Die Anzahl der Zyklen, die ein periodisches Signal in einer Zeiteinheit aussendet, ausgedrückt in Hertz (Kilohertz kHz, Megahertz MHz und Gigahertz GHz).

Frequenzanalyse

Vergleich von Kundenfrequenzmessungen zur Ermittlung des theoretischen Käuferpotenzials.

Frequenzband

Eine Menge von Frequenzen, die zwischen zwei spezifizierten begrenzenden Frequenzen liegen.

Frequenzbereich

RFID-Tags senden ihre Informationen über Radiowellen. Die Sendefrequenzen der meisten RFID-Systeme liegen in den lizenzfreien ISM (Industrial-Scientific-Medical)-Bändern, die für industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendungen weitweit freigehalten sind. Hinzu kommen die Frequenzbereiche unterhalb 135 kHz und um 900 MHz.

FRM

Abk. für „Floor-Ready Merchandise”. Konzept, bei dem gelieferte Ware beim Händler in einem verkaufsfertigen Zustand ankommt. Der Hersteller ermöglicht damit dem Händler, die erhaltenen Produkte direkt in seinem Handelsgeschäft ausstellen zu können, ohne zusätzliche Vorbereitung an der Ware durch Handelspersonal treffen zu müssen.

Fulfillment

Vollständige Auftragsabwicklung von der Bestellung über die Bezahlung, Lagerung, den Transport und die Auslieferung bis zum After-Sales-Service und zur Entsorgung, z.B. durch einen Logistikdienstleister (B2C und B2B). Siehe auch Supply Chain.

Funketikett

Siehe RFID Tag.