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  • IM+C Warenwirtschaftsglossar Buchstabe "K"

Warenwirtschaftsglossar

Kalkulationsabschlag

Ist die Differenz von Einstandspreis und Verkaufspreis, bezogen auf den Verkaufspreis. ( Einstandspreis ohne Mehrwertsteuer, Verkaufspreis mit Mehrwertsteuer ). Formel: 100 * (Verkaufspreis - Einstandspreis) / (Verkaufspreis) = Kalkulationsabschlag. Formel zur Umrechung in Kalkulationsaufschlag: (Abschlag in % * 100) / 100 - Abschlag in %) = Kalkulationsaufschlag in %. Hinweis: In der Kurzfristigen Erfolgsrechnung (KER) wird der Kalkulationsabschlag in Form der Handelsspanne ebenfalls verwendet.

Kalkulationsaufschlag

Ist die Differenz von Einstandspreis und Verkaufspreis, bezogen auf den Einstandspreis (Einstandspreis ohne Mehrwertsteuer, Verkaufspreis mit Mehrwertsteuer). Formel: 100*(Verkaufspreis - Einstandspreis) / (Einstandspreis) = Kalkulationsaufschlag. Formel zur Umrechung in Kalkulationsabschlag: (Aufschlag in % * 100) / (Aufschlag in % + 100) = Kalkulationsabschlag in % (oder Spanne oder Handelsspanne).

Kapitalbindung

Kosten, die für das betrieblich investierte Kapital anfallen.

Kassensysteme

Über Kassensysteme wird der Geschäftsverkehr mit dem Endkunden abgewickelt. Neben dem eigentlichen Kassieren (Registrieren, Rabattieren, Finanzieren) sind zunehmend auch Dienstleistungen mit direkter Zuordnung der Kundendaten gewünscht (Auswahl, Umtausch, Reklamation, Verleih, Änderung etc.). Moderne Kassensysteme sind PC-basierte, offene Systeme, deren enorme Rechen- und Speicherleistung zusätzlich auch die Optimierung weiterer Filialprozesse ermöglicht. Vorrangig sind dies: Wareneingang und Warenverschiebungen, Personalwesen, sowie Korrespondenz Zentrale-Filliale. Internet-Anschluss und Multimedia-Fähigkeiten ermöglichen auch systemgestützte Schulung, Benchmarking, sowie Werbung/Unterhaltung am POS (Point of Sale). Siehe auch Artikelnummer, Identnummer.

KATAG

Deutscher Einkaufsverband mit Schwerpunkt Textil.

Kaufabschlussquote

Bezeichnet die Quote der Kunden, die vom Besucher eines Geschäftes zum Käufer konvertiert wurden. (Bei einer Kaufabschlussquote von z.B. 50% kauft im Durchschnitt jeder zweite Besucher)

Käufermarkt

Ein Käufermarkt besteht, wenn die Nachfrage kleiner als das Angebot ist und der Käufer somit eine stärkere Verhandlungsposition besitzt.

Kaufhaus

Betriebsform des stationären Einzelhandels, die auf vergleichsweise großer Verkaufsfläche Waren aus zwei oder mehr Branchen, davon wenigstens aus einer Branche in großer Auswahl und Tiefe, anbietet. Am stärksten verbreitet sind beispielsweise Textil- und Bekleidungskaufhäuser. Im Sprachgebrauch der Handelspraxis werden die Begriffe Kaufhaus und Warenhaus häufig synonym verwendet.

Kaufmuster / Gegenmuster

Verbindliches Muster zur Bestätigung der Auftragsanforderungen, z.B. auf Originalfarbe, Maße, Paßform, Verarbeitung, Funktion, Zutaten etc. Hinweis: Diese Definition gilt nur für den textilen Bereich.

Kaufoption

Das Recht des Käufers, ein Produkt innerhalb eines fest definierten Zeitraumes oder zu einem Zeitpunkt zu vorab festgelegten Konditionen zu erwerben. Unter „Option” versteht man im englischen Mode-Einzelhandel auch ein Produkt in einer Farbe.

KER

Abk. für Kurzfristige Erfolgsrechnung. Wichtiger warenwirtschaftlicher Steuerungsreport auf Basis von monatlichen Plan-/Ist-Vergleichen aller wesentlichen Kennziffern, z.B. Umsätze, Wareneingänge, WE-Kalkulation, Abschriften, Roherträgen, Beständen, LUGs etc. Wird wegen der Datenmengen (Anzahl Warengruppen, Filialen, Monate) häufig durch Exception Reporting unterstützt.

Key Account

Hauptkunden oder Schlüsselkunden eines Unternehmens. Ein Key Account bemisst sich nach seiner Bedeutung für den Umsatz bzw. Ertrag eines Unternehmens. Key Accounts sichern in der Regel die wirtschafttliche Existenz eines Unternehmens. Die Zusammenarbeit mit und Betreuung von Key Accounts wird als Key-Account-Management bezeichnet.

Key Account Management

Siehe Key Account.

KIS

Kundeninformationssystem, wird meist in Form von Terminals in Filialen aufgestellt, um über Lieferstatus oder Artikel Informationen abzurufen. Siehe auch POS, Kassensysteme.

Klassifizierungsmerkmal

Merkmale, nach denen Artikel nach gemeinsamen, über die Warenhierarchien hinausgehende Klassifizierungen gruppiert werden können, z.B. Farben, Materialien, Modetypen/Zielgruppen, Herkunftsländer.

KOB

Abk. für Kinderoberbekleidung.

Kombinierter Ladungsverkehr (KLV)

Kombinierter Container-Verkehr der Verkehrsträger Bahn und Schiene zur Warenversandabwicklung.

Kommissionierfach (K-Fach)

Lagerfach im Normallager, aus dem die Ware für die Filialen entnommen wird.

Kommissionierung

Kommissionieren ist das Zusammenstellen von bestimmten Teilmengen (Artikeln) aus einer bereitgestellten Gesamtmenge ( Sortiment ) aufgrund von Bedarfsinformationen (Auftrag).

Kommissionsware

Ware des Lieferanten wird in den Lägern und den Filialen bevorratet. Der Eigentumsübergang findet bei Abverkauf am POS statt. Beschaffung und Warenversorgung geschieht auf Basis der Systeme und in Verantwortung der Händler. Siehe auch Konsessionsware, Konsignationsware.

Konditionenverwaltung

Vereinbarung und Verwaltung von Lieferungs- und Zahlungsbedingungen, Preisen und Rabatten.

Konsessionsware

Ware des Lieferanten wird in den Filialen bevorratet. Beschaffung und Warenversorgung geschieht auf Basis der Systeme und in Verantwortung des Lieferanten. Siehe auch Kommissionsware, Konsignationsware.

Konsignationslager

Lager für Produkte, welche im Eigentum des Lieferanten sind, wobei die Bezahlung erst durch den Bezug aus dem Konsignationslager erfolgt. Siehe auch Konsignationsware.

Konsignationsware

Lieferantenware, die in den Verteilzentren (Lager) der Händler bevorratet wird. Der Eigentumsübergang vom Lieferanten auf den Händler findet bei Lagerausgang statt. Die Beschaffung und die Warenversorgung geschieht unter Zuhilfenahme der Warenwirtschaftssysteme des Händlers. Siehe auch Kommissionsware, Konsessionsware.

Konsolidierung

Kurzfristiges Zwischenlagern und Zusammenführen von Einzelaufträgen zum Sammeltransport an Empfänger.

Kontrakte

Rahmenvertrag mit einem Lieferanten, von dem Artikel oder Dienstleistungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums bei Bedarf abgerufen werden. Bei einem Wertkontrakt wird z.B. nur ein Gesamtwert der abzurufenden Ware vereinbart, ohne den konkreten Artikel schon festzulegen.

Kopfkondition

Konditionen, die mit Lieferanten längerfristig vereinbart wurden oder über eine einzelne Bestellposition hinausgehen, werden im sogenannten „Auftragskopf” erfasst. Kopfkonditionen können sein: Werbekostenzuschüsse, Skonti, etc.

Kopplung

Daten- und/oder Energieübertragung vom RFID Lese-/Schreibgerät zum Transponder (RFID Tag).

Kostenstelle

Ort der Kostenentstehung, der als Bezugsgröße für das Rechnungs- und Personalwesen dient.

KPI

„Key performance indicators”, Schlüssel-Kennzahlen, die Basiszahlen so ins Verhältnis setzen, dass eine leicht fassbare Information entsteht. Gebräuchliche KPIs sind Umsatzleistung, Flächenproduktivität, Wirtschaftlichkeit, Rentabilität, GMROI.

Kundenfrequenz

Wird absolut gemessen und definiert die Anzahl der Kunden, die einen verkaufsrelevanten Bereich (Eingangsbereich, Etage, Abteilung) in einem bestimmten Zeitraum betreten. Dient als Basis für Frequenzanalysen. Siehe auch Ladendurchdringung.

Kundenkarte

Eine auf den Namen des Kunden ausgestellte Karte, in der Regel im Scheckkartenformat. Sie eröffnen Handelsunternehmen die Möglichkeit, das Konsumverhalten, die Wünsche und Erwartungen der Kunden besser zu erkennen und zu verstehen, um so im Rahmen des CRMs exakter auf Kundenbedürfnisse eingehen zu können. Sie bieten dem Karteninhaber besondere Konditionen und Extraservices und binden so den Kunden an das Unternehmen.