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  • IM+C Warenwirtschaftsglossar Buchstabe "R"

Warenwirtschaftsglossar

Rabatt

Eine dem Kunden direkt gegenüber dem regulären Auszeichnungspreis gewährte Preisreduzierung.

Rack-Jobbing

Selbstständige Bewirtschaftung von Artikeln durch den Lieferanten „direkt am Regal”.

Radiofrequenz für Identifikationszwecke

Siehe RFID.

Reader

Der Reader (RFID-Lesegerät) ist über eine serielle Schnittstelle oder Netzwerkverbindung mit dem IT-System verbunden und dient je nach RFID-System als reines Lese- bzw. im erweiterten Sinne als Schreib- und Lesegerät. Der Reader nimmt die Daten eines RFID-Tags auf, sobald dieser dessen Lesebereich passiert.

Reader Management

Definiert einen Satz von Funktionen, mit denen individuelle Reader konfiguriert und überwacht werden können.

Reader Protocol

Spezifiziert den Austausch von Daten und Kommandos zwischen einem Host und den verbundenen RFID-Readern.

RECADV

Abkürzung für „Receiving Advice Message” ist eine EANCOM-Nachrichtenart, die zur Wareneingangsmeldung dient. Der Empfänger einer Warensendung teilt dem Versender den Inhalt einer Warenlieferung mit. Im einzelnen enthält die Nachricht: Empfangsort, Versandort und entweder Einzelpositionen, Packstücke oder Bestellungen. Sie dient dem Versender der Ware zur Überprüfung der Vollständigkeit der Lieferung und damit auch zur Rechnungsstellung (vgl. GS1/123edi.com).

Received

Englisch für erhalten (=bestätigte Ware).

Rechnungsprüfung

Teilprozess des Rechnungswesens. Die tatsächlichen Wareneingänge werden mit den fakturierten Wareneingängen zum Zwecke der korrekten Zahlung abgeglichen. Die Rechnungsprüfung kann hierbei in modernen Systemen auf die Daten der Wareneingänge zugreifen. Bei Anwendung von EDI gestützter Rechnungsprüfung gelangt das EANCOM-Telegramm INVOIC zum Einsatz. Bei durchgängigem EDI Einsatz wird der per EDI gemeldete Wareneingang (DESADV) mit der per EDI übermittelten Rechnung (INVOICE) maschinell abgeglichen. Eventuell auftretene Differenzen werden im Rahmen von festgelegter Toleranzgrenzen (Regelwerk) behandelt.

Regalmanagement

Konzept zur Optimierung der Befüllung von Regalsystemen im Handel. Zu den Aufgaben im Rahmen des Regalmanagements zählen beispielsweise das Erstellen von Regalplänen mit Produktbildern, das Sicherstellen eines vollständigen Warenangebots, das Aussortieren oder Reduzieren abgelaufener oder in Kürze ablaufender Frische-Artikel.

Reichweite

Gibt die rechnerische Reichweite des Bestandes in Tagen, Wochen oder Monaten an. Kann retrospektiv (auf Basis von Ist-Zahlen) oder vorwärtsgerichtet (auf Basis von Planzahlen) sein. Formelansatz (Beispiel Wochenreichweite retrospektiv)/(Bestand in Stück)/(durchschnittlicher Umsatz in Stück der letzten 4 Wochen). Siehe auch Bestands-/Umsatzquote.

Renner

Artikel, dessen Abverkaufskurve deutlich über dem Durchschnitt der übrigen Artikel liegt. Eine Ausweitung des Anteils der Renner (im Schnitt ca. 30%) hat einen signifikanten Einfluss auf die Profitabilität des Händlers. Siehe auch Bestsellermanagement, Penner, Schleicher, Slowseller.

Rentabilitätskennzahl

Zur Ermittlung der Erfolgskennzahl wird zunächst die erzielte Kalkulation (erzielte Spanne) in den Aufschlag umgerechnet und anschließend mit der Lagerumschlagsgeschwindigkeit (LUG) multipliziert. Erfolgskennzahl und Rentabilitätskennzahl dienen zum Vergleich bzw. zur Erstellung einer Rangfolge verschiedener Gruppen. Formel: LUG * ( Handelsspanne in % * 100 ) / ( 100 - Handelsspanne in % ).

Replenishment

Meistens im Zusammenhang mit NOS-Replenishment verwendet. Bezeichnet den Teilprozess der Nachbestellung von NOS-Artikeln über z.B. Bestellpunkt-/-mengeverfahren.

Repository

Meta-Datenbank, die Strukturdaten sowie formalisierte Transformationsanweisungen und Beschreibungen enthält. Siehe auch EAI, MIS, Decision Support System.

Retail

Englisch für Einzelhandel.

Retail Brand

Unverwechselbare Unternehmensmarke im Handel wie beispielsweise IKEA, H&M oder Aldi.

Retail-Loop

Integrierter Regelkreis der Kernprozesse in der händlerischen Wertschöpfungskette. Bezeichnet im originären Sinn das Zusammenspiel von „Reglern” (z.B. Konsumenten, Wettbewerber, gesamtwirtschaftliche Einflüsse) und „Regelstrecken” im Sinne der warenwirtschaftlichen Prozesse wie z.B. Einkaufsplanung, Produktentwicklung, Open-to-Buy-Management etc. Im Retail-Loop wird nach sieben in sich geschlossenen, untereinander verknüpften Prozess-Pegelkreisen unterschieden.

RETANN

Abkürzung für „Return Announcement” ist eine EANCOM-Nachrichtenart, die einen Warenversender über Fehllieferungen, beschädigte Ware etc. mit dem Wunsch auf Rücksendung informiert. Der Versender der Nachricht verlangt damit im Zweifel Wandlung oder Minderung. Diese Nachrichtenart wird nach durchgeführter Wareingangskontrolle und RECADV ( Wareneingangsmeldung) verschickt, wenn ein Grund zur Beanstandung vorliegt.

RETINS

Abkürzung für „Return Instructions” ist eine EANCOM-Nachrichtenart die über eine eventuelle Warenrücksendung informiert. Der Sender der Nachricht hat in den meisten Fällen eine RETANN Message erhalten. In der RETINS wird der Empfänger informiert, ob eine Ware z.B. vernichtet oder zurückgesendet werden soll.

Retoure

Ware, die von einer Unternehmens-Betriebsstelle (Hauptverwaltung, Lager oder Filiale) an einen Lieferanten bzw. an eine Lager-Betriebsstelle zurückgesandt wird.

Return on Equity

Englisch für Eigenkapital-Rentabilität.

RFID

Engl. Abk. für „Radio Frequency Identification”. Nutzung eines Mikrochips (RFID Tag) zur Datenspeicherung. Der Chip gibt seine Daten über eine Antenne an seine Umgebung ab, in der sie über entsprechende Lesegeräte empfangen werden können. Die RFID-Identifikation gilt als sinnvolle Ergänzung zur Strichcode-Technik.

RFID Antenne

Bestehend aus einer als Sende- und Empfangseinheit dienenden Spule. Der Teil eines radiosendenden oder -empfangenden Systems, der die Übertragung zwischen Sender oder Empfänger und dem Medium Luft sicherstellt.

RFID Backend

Teil des RFID-Systems, das die Verwaltung der Daten übernimmt. Beispielsweise wird im Backend die Nummer des Transponders um weitere Daten ergänzt und die konkrete Reaktion verwaltet, die auf das Auslesen des Transponders durch den Reader erfolgen soll.

RFID Lesereichweite

Maximale Distanz zwischen der Antenne eines Lese-/Schreibgeräts und eines Transponders, über die die Lesefunktion effektiv ausgeführt werden kann. Wird durch Ausrichtung zur Antenne und Umweltbedingungen beeinflusst.

RFID Tag

Ein RFID Tag (Transponder) besteht aus einen Mikrochip und einer Antenne. Auf dem Chip ist ein Code gespeichert, der bestimmte Informationen enthält. Als Antwort auf ein auslösendes Radiosignal eines Lesegerätes können diese Transponder selbst Signale senden oder empfangen. Man unterscheidet dabei aktive und passive RFID Tags.

Rohertrag

Steht für die erzielte Spanne, die sich aus dem Umsatz exkl. MwSt abzüglich des Wareneinsatzes errechnet. Synonym werden u. a. verwendet: Bruttoertrag, erzielte Kalkulation, K2. Der Rohertrag wird i.d.R. in Wert bzw. in % vom Netto-/Bruttoumsatz angegeben.

ROI

Abk. für Return on Investment, ist eine der am häufigsten verwendeten Kennzahlen der Investitionsrechnung, die das Verhältnis zwischen Gewinn und Investition wiedergibt. Der ROI wird häufig als Maßstab für die Leistung und die Rentabilität von Unternehmen oder einzelnen, auch unterschiedlichen Geschäftsbereichen verwendet.

ROP

Abkürzung für Regaloptimierung.

Rückstand

Auch Lieferrückstand = Summe aller offener Orders, deren Liefertermin abgelaufen ist. Siehe auch Auftragsmanagement, Ordermanagement.

Rückwärtsterminierung

Im Gegensatz zur Vorwärtsterminierung ermittelt die Rückwärtsterminierung die spätesten Bedarfszeitpunkte der Warenverfügbarkeit in der Supply Chain.