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  • IM+C Warenwirtschaftsglossar Buchstabe "S"

Warenwirtschaftsglossar

Saison

Dispositionsabhängiger Verkaufszeitraum, früher vorwiegend an den Jahreszeiten (Frühjahr/Sommer und Herbst/Winter) ausgerichtet. Heute in Abhängigkeit vom Sortiments- und Vertriebskonzept bis auf 4-6-wöchige Rhythmen (Saisonprogramme) heruntergebrochen.

Saisonprofil

Graphische Darstellung der überlappenden Saisonwarenanteile (z.B. Early Spring, Summer, Holiday, NOS-Artikel).

Saisonprogramm

Teilsaison, z.B. Frühjahresprogramm.

Saisonüberlappung

Überlappung von Verkaufszeiträumen (inkl. NOS-Artikel): Während noch Ware der lfd. Saison und z. T. noch Altware in den Beständen liegt, werden diese schon durch Wareneingänge der neuen Saison überlappt.

Sammelauftrag

Ein gebündelter Auftrag, der aus mehreren separaten Teilaufträgen besteht.

Sammelladung

Zusammenfassung von mehreren Ladeeinheiten zu einem Sammeltransport.

Sanktionierungssystem Lieferanten

Automatisiertes System zur Belastung der Lieferanten bei Abweichungen (Mengen, Liefertermine, Auszeichnung ...) von im Auftrag enthaltenen Vertragsbestandteilen. Siehe auch Lieferantenmanagement.

Savant

Savant ist eine Softwaretechnologie, welche entwickelt wurde, um Informationen so zu verwalten und abzufragen, dass existierende Firmen- und öffentliche Netze nicht überlastet werden können. Savant verwendet eine dezentrale Architektur und ist hierarchisch strukturiert.

SB-Warenhaus

Siehe Supermarkt.

Scannen

Elektronische Erfassung von Daten mit technischen Hilfsmitteln (Scanner) auf Artikel-, Packstück- oder Belegebene. Bsp.: Scannen von Artikeln an Kassen im POS.

Scanningquote

Prozentsatz des an der Kasse artikelgenau verbuchten Absatzes. Siehe auch Scannen.

Schleicher

Schlecht verkäuflicher Artikel. Siehe auch Penner, Slowseller, Renner.

Schnelldreher

Artikel, die eine hohe Umschlagshäufigkeit besitzen.

Schwimmende Ware

Ware, die sich auf dem Transportweg vom Lieferanten zum Lager bzw. zu den Filialen befindet.

SCM

Abk. für „Supply Chain Management”.

Ein Programm zur Recherche von Dokumenten auf einem Computer oder in einem Netzwerk wie bspw. dem World Wide Web.

Self Checkout

Methode zur automatisierten Abwicklung des Bezahlvorgangs. Hierbei scannen die Kunden ihre Waren selbst und bezahlen über Kassenautomaten oder EC-Terminals. Verschiedene Prüfmechanismen sollen den Prozess sicher gestalten.

Self Scanning

Methode, bei der der Scan-Vorgang an der Kasse nicht vom Kassierpersonal, sondern vom Kunden selbst erfolgt.

Seriennummer

Dient der eindeutigen Identifizierung eines Artikels. Wird häufig zum Nachweis des Kaufdatums bei Garantieansprüchen und Reparaturen verwendet.

Servicegrad

Synonym für Warenverfügbarkeit, ermittelt entweder in der Filiale oder im Zentrallager. Wird i.d.R. in % dargestellt. Formelansatz: (Anzahl der Verkaufstage mit einem Warenbestand > 0) / (Anzahl der relevanten Verkaufstage Total).

Servicelevel

Siehe Servicegrad.

SGTAG

Abk. für „Serialized Global Tag”. Ermöglicht die Unterscheidung einzelner Artikel auf SKU-Ebene.

SGTIN

Abkürzung für „Serial Global Trade Item Number”. Die serialisierte Internationale Artikelnummer („serialized” GTIN) ist eine um eine Seriennummer erweiterte GTIN.

Shared-Information-Prinzip

Das Shared-Information-Prinzip beinhaltet im Gegensatz zur Domino-Logik die zentrale Bündelung und Verfügbarmachung aller planungs- und steuerungsrelevanten Informationen entlang der Supply Chain in der Regel auf einem Shared Information Hub (SIH). Die aktuelle Datenbasis hilft in modernen Wertschöpfungsketten, Bestände zu senken und gleichzeitig die Verfügbarkeit in den Outlets zu erhöhen. Siehe auch Informatorisches Dominoprinzip.

Shop-In-Shop Konzept

Englisch für Laden im Laden. Präsentationsform für Teilsortimente im Handel. Besonders großflächige Handelsbetriebe wie Warenhäuser integrieren häufig Shop-in-Shops bekannter Markenhersteller in ihre Verkaufsflächen. Das Konzept dient sowohl der Profilierung der Marke als auch der des Geschäfts.

Shoppingliste

Ergebnis des gesamten Prozesses der Einkaufsplanung. Dient als Vorgabe für die Einkaufsentscheidungen der Einkäufer. Siehe auch Sortimentsplanung.

Sicherheitsbestand

Warenbestand, unter welchen der Lagerbestand planerisch nie fallen sollte. Er dient zum Auffangen von mengenmäßigen und terminlichen Schwankungen der Lagerzugänge und -abgänge.

SINFOS

Die GS1 Germany GmbH (ehemals CCG) führt mit der Pironet NDH AG einen zentralen Artikelkatalog, der es ermöglicht, Artikelstammdaten multilateral über eine gültige EAN abzugleichen bzw. über EDI (PRICAT) in seine operativen Systeme herunterzuladen. Das SINFOS-Stammdatenportal ist bei über 2000 Unternehmen im Einsatz und entspricht den GCI-Anforderungen zur Interoperabilität. Siehe auch EANCOM.

Skonto

Prozentualer Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist oder bei Barzahlung.

SKU

Abkürzung für Stock Keeping Unit. SKU ist die eindeutige Bezeichnung einer Variante (in der Bekleidungsbranche häufig die Farb-Größenkombination) eines Artikels (über Artikelnummer gekennzeichnet). Auf deutsch auch als „Sorte” oder „kleinste bestandsführende Lagereinheit” bezeichnet.

Slap-and-Ship-Strategie

Bei der „Slap-and-Ship-Strategie” werden RFID-Tags gemäß Vorgaben des Abnehmers an Artikeln, Umverpackungen und/ oder Versandeinheiten angebracht.

Slowseller

Schlecht verkäuflicher Artikel. Siehe auch Penner, Schleicher, Renner.

Slowsellermanagement

Teilprozess des Bestandsmanagements: Steuerung von Artikeln, deren Abverkaufskurve unter Plan liegt. Steuerungsparameter können u. a. sein: LUG, Reichweite, Abverkaufsquote.

SLSRPT

Abkürzung für „Sales Report”, ein im EANCOM-Standard definierter Report mit Verkaufsdaten des Abnehmers an seinen Lieferanten. Siehe auch ECR.

Smart Shelf

Das intelligente Regal. In ein Smart Shelf ist (mindestens) ein RFID-Lesegerät integriert.

SmartLabel

Kombination aus herkömmlichem Barcode-Etikett und passivem RFID Tag.

Sorte

Artikel in einer bestimmten Farbe und Größe, auch SKU genannt.

Sortimentsbreite

Steht für die Breite (Anzahl) der Kaufoptionen an, die ein Kunde in seiner Größe in einer Artikelgruppe oder Warengruppe vorfindet. Breite Sortimente stehen somit für vielfältige Kaufoptionen = große Auswahl. Siehe auch Sortimentstiefe.

Sortimentskräfte

Propaganda-Mitarbeiter von Lieferanten, die ganzjährig für ihr Sortiment zuständig sind. (In der Parfümerie-Abteilung werden diese Mitarbeiter Depotkräfte genannt).

Sortimentsmix

Steht für die prozentuale Zusammensetzung des Sortiments nach Warengruppen bzw. Artikelgruppen.

Sortimentsmodul

Basiskomponente des Modulkonzeptes, das zum Ziel hat, heterogene Filialketten durch Gruppierung der i.d.R. unterschiedlichen Filialen zu „homogenisieren” und die daraus entstehenden Filialgruppen mit sich ergänzenden, modularen Sortimentsteilen zu bestücken. Sortimentsmodule können additiv (z.B. C-Module als Grundsortiment für alle Filialen, B-Module als Ergänzung für die mitteleren und großen Filialen und A-Module als Top-Sortiment nur für die großen Filialen) oder selektiv (frei wählbar durch Filialverantwortliche) eingesetzt werden.

Sortimentsplanung

Teilprozess der Einkaufsplanung. Umfasst die Planung der Artikelgruppen, der Vororderquoten und der Sortimentsmodule mit Preislagen, Breite und Tiefe. Wird ergänzt durch separate Größen- und Lieferantenplanungen. Siehe auch Shoppingliste.

Sortimentstiefe

Steht für die Stückzahl, die pro Kaufoption (Artikel in Farbe und Größe) vorrätig ist. Tiefe Sortimente stehen somit für einen vergleichsweise hohen Servicegrad, d. h. die Gefahr von Null-Beständen ist geringer. Siehe auch Sortimentsbreite.

Space Management

(1) Space Management beschreibt das Sortimentsmanagement auf der Verkaufsfläche. Auf Makro-Ebene werden dabei die Gestaltung und Optimierung ganzer Warenbereiche (Plazierung in einer Filiale) bis hin zum Visual Merchandising verstanden. Im Detailbereich setzt sich dies hauptsächlich im Sortiment fort, beginnend bei einer Warenträger-optimierten Erstverteilung über die kapazitätsgerechte Nachversorgung bis hin zur Abverkaufs-/Abschriftensteuerung. Wichtigste Kenngrößen sind Umsatz-/Deckungsbeitrag pro Quadratmeter und Flächen-/Warenträgerkapazitäten. ODER (2) Space Management ist die im Idealfall mit Hilfe eines EDV-gestützten Informationsmanagements durchgeführte aktive und marktorientierte Optimierung der zur Verfügung stehenden Verkaufsfläche, wobei Umsatz- und Ertragsgesichtspunkte als ständige Richtgrößen herangezogen werden. Grundlegende Ziele des SM sind abverkaufsgerechte Plazierung, verkaufswirksames Regalbild sowie Findung der optimalen Sortimentsbreite und Sortimentstiefe.

Spanne
Spannen-Differenz

Die Spannen-Differenz beziffert die Differenz zwischen Wareneingangskalkulation und erzielter Kalkulation. Formel: (Preisänderung in % v. Umsatz * ( 100 - Handelsspanne ) ) / 100 = Preisänderung als Spannendifferenz. Mit der Spannendifferenz lässt sich der Prozentwert der Preisänderungen vom Umsatz errechnen. Formel: Spannendifferenz in % * 100 / ( 100 - Wareneingangskalkulation in % ) = Preisänderung in % v. Umsatz.

Spedition

Das Speditionsgeschäft ist nach dem Gesetz vom Frachtgeschäft zu unterscheiden. Der Spediteur organsiert den Transport (§ 454 HGB), der Frachtführer oder Verfrachter transportiert. Der Spediteur kann aber auch eigene Transportmittel einsetzen und übernimmt so die Rechte und Pflichten eines Frachtführers.

Spot Market

Markt für ungeplante und oftmals einmalige Beschaffungsvorgänge, die nicht auf vertraglichen Vereinbarungen basieren.

SSCC

Abkürzung für „Serial Shipping Container Code”. International abgestimmte, einheitliche und weltweit überschneidungsfreie 18-stellige Nummer für Versandeinheiten.

SSL

SSL ist ein von der Firma Netscape entwickeltes Verfahren zur sicheren Datenübertragung, bspw. im Internet. SSL gewährleistet Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Datenübertragung.

Stammdaten

Daten, die sich nicht oder nur selten ändern. Sie müssen nur einmal eingegeben werden und stehen dann dem Warenwirtschaftssystem ständig zur Verfügung. Ein WWS benötigt folgende Stammdaten: Artikelstammdaten, Lieferantenstammdaten, Kundenstammdaten, Verkäuferstammdaten.

Stapel

Auf einer Palette gestapelte kleinere Lagerhilfsmittel zur Lagerraumoptimierung, insbesondere für das Hochregallager.

Stapelartikel

Siehe NOS-Artikel.

Stapelware

Siehe NOS-Artikel.

Stockout

Wenn der Artikel, den ein Kunde sucht, nicht auf Lager ist oder sich nicht auf der Verkaufsfläche befindet.

Store Checking

Besichtigung von neuen/innovativen Ladenlokalen bei Mitbewerbern mit dem Ziel, Anregungen und Informationen für Benchmarks zu sammeln. Basis für eine Vergleichbarkeit mit den eigenen Filialen ist eine strukturierte Erfassung qualitativer (z.B. Anmutung, Wertigkeit etc.) und quantitativen Kriterien (z.B. Fläche in m², Anzahl Artikel, Anzahl Mitarbeiter, etc.).

Store Grading

Englisch für Filialgruppierung. Bezeichnet die Zusammenfassung von Filialen mit vergleichbaren Merkmalen wie z.B. Verkaufsfläche, Standorttyp, Zielgruppe. Dient der Homogenisierung von heterogenen Filialstrukturen, damit der Vereinfachung der Einkaufs- und Verteilplanung.

Storegrade

Englisch für Filialgruppe.

Strichcode

Siehe Barcode.

Style

Ein Stil, der eine bestimmte modische Richtung zum Ausdruck bringt.

Style Purchase Order

Englische für Fertigungsauftrag im modischen Bereich. Siehe auch Purchase Order, Purchase.

Supermarkt

Einzelhandelsbetrieb, der auf einer Verkaufsfläche ab 400 Quadratmetern Nahrungs- und Genussmittel einschließlich Frischwaren und ergänzend Waren des kurzfristigen Bedarfs anderer Branchen vorwiegend in Selbstbedienung anbietet. Der Flächenanteil für Nonfood liegt in der Regel nicht über 25 %. Heute hat er die Funktion des Nachbarschaftsladens übernommen. Ab 1.500 Quadratmetern Verkaufsfläche spricht man von Verbrauchermärkten und ab 5.000 Quadratmetern von SB-Warenhäusern.

Supply Chain

Wörtlich „Angebotskette”. Umfasst die Wertschöpfungskette von der Einkaufsplanung über die Produktentwicklung, die Beschaffungs-, Zentrallager- und Filiallogistik bis zum Replenishment von Basis- bzw. NOS-Artikeln.

Supply Chain Management

In Ergänzung zum Category Management zweite substantielle Säule der ECR-Philosophie. Steht für die ganzheitliche Optimierung der Wertschöpfungskette ( Supply Chain ) von der Herstellung über die Beschaffungs-, Zentrallager- und Filiallogistik bis zum Replenishment von Basis- bzw. NOS-Artikeln.

System-Infrastruktur

Zusammensetzung aller Einzelsysteme der organisatorischen/funktionalen Teilbereiche eines Unternehmens.